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Oboz Wedrowny

So nun komme ich endlich mal dazu etwas Neues zu berichten. Zuerst war ich also in Deutschland. Eine Woche später ging es für mich dann mit als Betreuerin für 10 Tage in ein Ferienlager mit 100 Jugendlichen im Alter von 14-19. Oh man, war das anstrengend... 18 Std. Zugfahrt hin (wovon ich mehr als die Hälfte auf dem Gang verbracht habe), dann haben wir zwei Tage in einer Schule in Bobrka übernachtet. Dort fand ich persönlich es etwas langweilig. Außer rumsitzen, in der Küche helfen, Basketball spielen und mit den Kids zum Kiosk gehen, gab es dort nicht wirklich etwas zu tun. Einen Tag sind wir dann nach Solina gegangen, zur größten Talsperre Europas. Das war ganz interessant. Danach ging es dann für die restliche Zeit noch weiter in die Berge (Bieszczady). Traumhafte Landschaft. Unser Campingplatz in Ustrzyki Gorne (ein Dorf bestehend aus ca. 2 Häusern, dem Campingplatz, 2 Kneipen und 2 kleinen Läden, ca. 60 km von der nächsten Stadt entfernt) lag direkt an einem kleinen Fluss und auch ansonsten in einer schönen Umgebung. Nachdem wir dort angekommen sind, ging es natürlich bei den Kids darum, wer mit wem in einem Zelt schläft. Ja, sowas kann schon schwer sein, denn auch in so einem Ferienlager weitweg von allem, können z.B. Lechia- Fans nicht mit Arka-Anhängern in einem Zelt schlafen . In der ersten Nacht war dann nicht für alle ein gutes und stabiles Zelt vorhanden, aber alle sind erstmal irgendwie untergekommen. Am nächsten Tag ist Marcin (mein Chef) dann aber noch losgefahren und hat zwei neue, gute Zelte gekauft. Ich habe dann mit zwei anderen Betreuerinnen (Kasia und Iza) in einem Zelt geschlafen. Später sind dann noch Zosia und Janek (Freunde von Marcin, die auch im Februar schon mit uns im Camp waren) zu uns gestoßen und Zosia hat dann auch noch bei uns mit im Zelt geschlafen. War zwar eigentlich nur ein 3er Zelt, aber geht alles irgendwie. Es war nachts aber auch nicht wirklich an Schlaf zu denken. Es dauert halt so seine Zeit, bis alle Kids endlich mal ruhig sind . Außderdem war es abends bzw. nachts echt nett am Lagerfeuer zu sitzen, Tee zu trinken und noch ein bisschen zu quatschen. Morgens sind wir dann auch immer sehr früh aufgestanden, weil ja für 100 Leute Frühstück gemacht werden musste... da sind 20 ganze Brote, zig Liter Tee usw. mal eben verputzt. Drei schöne Wanderungen haben wir auch gemacht (u.a. Tarnica 1246 m). Ich war zum ersten Mal in den Bergen und es hat mir echt gut gefallen zu wandern und so. An den anderen Tagen, hatten die Kids echt viel Freizeit, wie ich fand und ich hätte gedacht, dass wir mehr für die organisieren. Aber ich habe mich halt auch mit einigen länger unterhalten und denen hat das so alles gut gefallen. Überhaupt hat meinem Polnisch dieses Camp sehr gut getan . Zehn Tage nur polnisch gehört und geredet. Selbst meine Polnischlehrerin hat heute zu mir gesagt, dass ich auf einmal mehr rede (war ja sonst immer mein Problem). Irgendwie hatten auch fast alles von den Kids noch Verwandte und Freunde in Deutschland und waren immer ganz heiß darauf, neue Wörter zu lernen. Insgesamt hat es mir echt gut gefallen, auch wenn ich mich dort nicht wirklich als "Betreuer" bezeichnen würde. Ich konnte halt so bei den organisatorischen Sachen mithelfen oder mal mit den Kids an den Fluss oder zum Einkaufen gehen, aber eher so als "Kumpel". Also ich konnte denen nicht wirklich was erzählen oder verbieten und richtig auf die "aufpassen". Dafür fehlen mir wohl noch etwas Erfahrungen und Polnischkenntnisse. Außderdem war ja auch die Altersdifferenz zwischen mir und den Kids sehr gering. Vielleicht wäre es mit jüngeren Kindern einfacher für mich gewesen.

Als ich dann letzten Dienstag aus dem Camp zurückkam, war auch schon die neue Freiwillige hier. Valeria aus Deutschland. Sie wird dann mein Projekt weitermachen. Olek ist in der Zwischenzeit glücklicherweise ausgezogen. Mit Valeria verstehe ich mich richtig gut. Wir haben schon einiges zusammen gemacht und fahren jetzt nächstes Wochenende gemeinsam nach Olsztyn. Naja, jetzt rede ich natürlich wieder viel Deutsch . Ist aber auch mal wieder ganz nett, einfach das zu sagen, was ich wirklich sagen will. Außderdem haben wir hier jetzt noch bis Anfang September eine Praktikantin aus Deutschland (Uli), die aber bei den Eltern von unserer Koordinatorin wohnt. Mit ihr haben wir uns gestern noch getroffen, waren Kaffee trinken und danach ganz lange am Strand spazieren. Sie macht auch echt einen netten Eindruck. Dienstag kommt dann Kati auch wieder. Sie war erst in Litauen und dann noch in Budapest und ich habe sie jetzt schon fast einen Monat nicht gesehen. Anfang August kommt dann noch eine neue Freiwillige aus Deutschland. Dann wohnen wir hier kurze Zeit mit vier Leuten in der Wohnung. Die beiden "Neuen" werden sich dann ein Zimmer teilen. Ach, ich denke das wird ganz gut.

Unser "Hostel Zabianka" läuft auch gut . Als ich nicht hier war, waren in eine Nacht wohl mal 12 Leute hier. Das ist bis jetzt absolut der Höchststand. Letzte Woche waren noch zwei Belgier hier und Rike aus Deutschland mit ihrer Zwillingsschwester. Mit den beiden haben wir uns super verstanden und auch einiges zusammen gemacht. Samstagabend z.B. lagen wir gechillt am Strand in Sopot und haben der polnischen Band "Lady Pank" gelauscht. Das war echt nett. Die letzten beiden Tage waren zwei Esten (aus Leute aus Estland ) hier. Die waren auch echt nett, leider hatte ich nicht soviel Zeit, um denen hier groß was zu zeigen oder mit denen zu unternehmen. Naja, also immer was los hier.

Dann schonmal ein schönes Wochenende.
Liebe Grüße Caro
24.7.07 22:44
 


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